Die Fahrt junger Erwachsener
„Hummel Hummel-Moors Moors”
Fahrt für junge Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung
vom 09.09. - 14.09.2024, Hamburg
Das gesellschaftspolitische Bildungsseminar für junge Erwachsene mit lebensverkürzender Erkrankung bot den Teilnehmenden eine wertvolle Gelegenheit, sich intensiv mit gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen auseinanderzusetzen, welche für ihr Leben von Bedeutung sind. Ziel des Seminars war es, die jungen Menschen zu ermutigen, ihren Grad an Selbstbestimmung zu erweitern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Dabei wurde besonderen Wert darauf gelegt, den Teilnehmenden das nötige Wissen und die nötigen Werkzeuge zu vermitteln, um sich aktiv und selbstbewusst in gesellschaftliche und politische Diskurse einzubringen.
Im Rahmen des Seminars fanden verschiedene Exkursionen und Gespräche mit Verantwortlichen aus den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik statt. Diese Interaktionen ermöglichten den jungen Erwachsenen, relevante Themen aus erster Hand zu erfahren und gemeinsam zu diskutieren.
Sie lernten, ihre eigenen Interessen zu formulieren, sich Gehör zu verschaffen und ihre Bedürfnisse aktiv in den Austausch einzubringen. Diese Erfahrungen stärkten nicht nur ihre Fähigkeit, sich zu äußern, sondern auch ihr Vertrauen in die eigene Stimme und in die Bedeutung ihrer Perspektive in der Gesellschaft.
Ein besonders wertvoller Aspekt des Seminars war die aktive Einbindung der Teilnehmenden in die Planung der Veranstaltung. Dies gewährleistete, dass die Themen und Inhalte nah an ihren eigenen Interessen und Lebensrealitäten gestaltet wurden. Durch diese partizipative Herangehensweise fühlten sich die jungen Erwachsenen in ihrer Selbstbestimmung gestärkt und erfuhren das Seminar als relevanter und ansprechender.
Das Seminar diente zudem der Vernetzung der Teilnehmenden untereinander, was den Austausch von Erfahrungen und Ideen ermöglichte. Dies schuf Raum für die Bildung von tragfähigen Freundschaften und Unterstützungsnetzwerken, die den Teilnehmenden auch über das Seminar hinaus helfen können. Die Möglichkeit, sich mit anderen jungen Menschen in ähnlichen Lebenssituationen auszutauschen, förderte das Gefühl von Gemeinschaft und Solidarität.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, wie wichtig dieser Austausch und die Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensthemen für sie war. Sie berichteten von einer gesteigerten Motivation, sich für ihre Interessen einzusetzen und selbstbewusster an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben. Das Seminar stärkte nicht nur ihre Selbsthilfepotenziale, sondern auch die Bereitschaft, sich auch in zukünftigen Formaten des Deutschen Kinderhospizvereins e.V., wie etwa Selbsthilfeklausuren oder Projektgruppen, aktiv zu engagieren.
An der Veranstaltung nahmen 7 junge Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung teil, wobei 1 weitere Person auf der Warteliste stand. Die Gruppe wurde von 2 pädagogischen Leitungen, 2 ehrenamtlichen Begleiterinnen, 3 examinierten Pflegekräften und 12 persönlichen Assistenzkräften begleitet, was eine umfassende Unterstützung für alle Teilnehmenden sicherstellte und die Seminarinhalte effektiv umsetzte.
Insgesamt war das Seminar ein wichtiger Schritt in der Empowerment-Arbeit mit jungen Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung. Es trug dazu bei, ihre politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabemöglichkeiten zu erweitern und ihre Selbstbestimmung langfristig zu stärken.
„O-Ton“:
„Ich engagiere mich privat sehr viel politisch. Die Fahrt der jungen Erwachsenen bietet mir einen intensiven Austausch mit anderen jungen Menschen und Vertreter*innen aus der Politik“
Fahrt der jungen Erwachsenen
Antragsteller: Deutscher Kinderhospizverein e.V.
Fördersumme: 10.500,00 €